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Besonderheiten: Dieter Teufel vom Tutorium Umweltschutz der Universität Heidelberg veröffentlichte 1976 Zahlen über radioaktive Abgaben von Obrigheim über einen Zeitraum von 5 Jahren, die mit 50-230mrem in Kraftwerksumgebung über den erlaubten Werten lagen. In den 80er Jahren wurde nach langen Auseinandersetzungen außerhalb des Sicherheitsbehälters ein Zwischenlager für 800 Brennelemente genehmigt und gebaut. Störfälle (bis 1986): 1969: Bei Reparaturen erhöhte Jodabgaben. 1970: 11 von 121 Brennelementen waren teilweise schwer defekt. Riß an einer Kühlwasserpumpe. 1970/71/72: Erhebliche Schäden am Dampferzeuger. 1972: Schwerster Unfall in Obrigheim: Ein Entwässerungsbehälter birst, und 34.000l radioaktives Primärkreiswasser gelangen ins Freie. 1973: Ein Notstromdiesel fällt aus. 1976: Durch eine undichte Schweißnaht tritt radioaktives Kühlwasser aus. 1977: Größeres Loch am Dampferzeuger. Sicherheit: 1979 zitierte der “Stern” einen unter Verschluß gehaltenen Bericht der Reaktorsicherheitskommission, nach dem Obrigheim nicht gegen schwere Einwirkungen von außen und gegen schwere anlageninterne Störfälle ausgelegt ist. Anfang der 80er Jahre verlangte die Reaktorsicherheitskommission den Bau eines “Notstandssystems”, das die Anlage auf den neusten Stand der Technik bringen sollte. Sicherheitstechnisch besonders relevant sind die Defekte an den Brennelementen, die erhöhte radioaktive Abgaben zur Folge haben, und die zunehmende Versprödung des Reaktordruckbehälters. 1986 werden Sicherheitsdefizite an der Hauptkühlmittelleitung bekannt, die gegen bestimmte Brüche nicht ausgelegt ist. |